Tigermücken

Zu den Tigermücken zählen verschiedene Mückenarten aus der Gattung Stegomyia (früher Aedes), zum Beispiel:

Tigermücken sind vor allem in den Tropen und Subtropen, teilweise auch im Mittelmeerraum verbreitet. Sie können Krankheiten wie Denguefieber, Zika oder Chikungunya übertragen.

 

Weltweite Verbreitung der Tigermücken

 

 

 

Lebenszyklus

 

Der Lebenszyklus von Asiatische Tigermücken und Gelbfiebermücken gleicht sich. Die Eier werden meist  knapp oberhalb kleiner Wasserflächen angelegt und sind trockenheitsresistent. Gelangen sie ins Wasser, schlüpfen die Larven. Sie atmen Luft durch einen Schnorchel am Ende ihres Körpers. Sie ernähren sich von mikroskopischen Wasserorganismen und Schwebestoffen. Aus dem vierten Larvenstadium schlüpft die Puppe, die durch zwei Hörnchen am Vorderkörper ebenfalls Luft atmen, aber keine Nahrung zu sich nimmt. Alle im Wasser lebenden Stadien sind aktive Schwimmer. Aus der Puppe schlüpft das erwachsene Tier. Wie alle Stechmücken decken sie ihren Energiebedarf mit Nektar und anderen süßen Pflanzensäften. Die Weibchen saugen Blut, das sie für die Bildung ihrer Eier benötigen.

 

Lebenszyklus der Tigermücken

 

 

Back to top Die Asiatische Tigermücke


Die Asiatische Tigermücke (Stegomyia albopicta, syn. Aedes albopictus) ist eine ursprünglich in den süd- und südostasiatischen Tropen und Subtropen beheimatete Stechmückenart. In den letzten 30 Jahren konnte sie sich weltweit verbreiten und ist auch im Mittelmeergebiet heimisch geworden. In Nordamerika haben sie sich auch an das Leben in kälteren Klimazonen angepasst, ihr Vorkommen erstreckt sich dort inzwischen bis an die Großen Seen. Hauptursache für die Verbreitung sind die weltweiten Transporte von Pflanzen und gebrauchten Reifen, mit denen die Mücke als blinder Passagier mitreist.

Eine detaillierte Verbreitungskarte der Asiatischen Tigermücke in Europa (Stand Juli 2015, erstellt von Link to external siteECDC/VBORNET (European Centre for Desease Prevention and Control) findet sich links.

Verhalten
Im Gegensatz zu anderen Stechmücken ist die Asiatische Tigermücke tagaktiv und ungewöhnlich aggressiv. Das Weibchen legt seine Eier in kleinen Wasseransammlungen (oder knapp über der Wasseroberfläche)  ab. Wasserreste in Blumenvasen, Eimern, Regentonnen oder Pfützen können als Brutstätten dienen. Auch Trockenheit können die Eier sehr gut überstehen. Damit ist die Asiatische Tigermücke bestens an die städtische Umwelt angepasst.

 

Die Asiatische Tigermücke als Krankheitsüberträger
Die Asiatische Tigermücke gilt als der wichtigste Überträger des
Link to external siteChikungunya-Fiebers. Außerdeam kann sie Link to external siteDengue- und Link to external siteZika-Viren übertragen. Die Asiatische Tigermücke sticht Menschen, Vögel und auch andere Tiere. Daher wird angenommen, dass sie Krankheiten von Tieren auf  Menschen übertragen könnte.

Merkmale der Asiatischen Tigermücke
Am Kopf der dunkel gefärbten, 2-10 mm großen Asiatischen Tigermücke verläuft mittig eine silbrig-weiße Linie, die sich am oberen Brustteil fortsetzt. Diese Zeichnung ist das sicherste Merkmal zur Identifikation der Asiatischen Tigermücke. Des Weiteren sind ihre Beine auffällig schwarz-weiß gestreift. Bei älteren Exemplaren können die silbrig-weißen Schuppen am Brustteil und Kopf abgefallen sein, was die Bestimmung etwas erschwert.

Unterscheidung zu der einheimischen Link to external siteRingelmücke (Culiseta annulata), die auch an den Beinen geringelt ist: Die Ringelmücke trägt keine weiße Linie am oberen Brustteil, sie ist meist größer als die Asiatische Tigermücke, nicht schwarz-weiß, sondern eher in Beige- und Grautönen gezeichnet, ihre Flügel haben deutlichere Adern und jeweils drei dunkle Flecken.

 

 

 

 

Back to top Gelbfiebermücke oder Ägyptische Tigermücke

Die Gelbfiebermücke oder Ägyptische Tigermücke (Stegomyia aegypti, syn. Aedes aegypti) kommt ebenfalls vor allem in den Tropen und Subtropen vor. Einst war sie in Südeuropa sehr häufig, verschwand jedoch in den 1950iger Jahren. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe: Die Entwicklung kommunaler Abwassersysteme verringerte die Anzahl an Brutstätten und die Einsätze von DDT gegen Malariamücken töteten auch die Gelbfiebermücken. Heutzutage wird die Gelbfiebermücke in Europa nur sehr selten beobachtet.

Eine detailierte Verbreitungskarte von Gelbfiebermücken in Europa (Stand Juli 2015, erstellt von Link to ECDC/VBORNETECDC/VBORNET (European Centre for Desease Prevention and Control) findet sich links.

Verhalten
Wie auch die Asiatische Tigermücke ist die Gelbfiebermücke tagaktiv und sehr aggressiv.
Das Weibchen legt seine Eier in kleinen Wasseransammlungen (oder knapp über der Wasseroberfläche)  ab. Wasserreste in Blumenvasen, Eimer, Regentonnen oder Pfützen und können als Brutstätten dienen. Trockenheit können die Eier sehr gut überstehen.
Damit ist auch die Gelbfiebermücke bestens an die städtische Umwelt angepasst.

Die Gelbfiebermücken als Krankheitsüberträger
Die Gelbfiebermücke kann Krankheiten wie z.B. Link to external siteDenguefieber, Link to external siteZika, 
Link to external siteGelbfieber, Link to external siteChikungunya und einigen anderen Viruserkrankungen übertragen.

Merkmale der Gelbfiebermücken:
Die 3-4 mm große, dunkel gefärbte Gelbfiebermücke ähnelt der Asiatischen Tigermücke, ist jedoch an ihrer weißen Zeichnung (ähnlich einer Leier) am oberen Brustteil zu erkennen. Die Beine sind schwarz-weiß gestreift.

Unterscheidung zu der einheimischen Link to external siteRingelmücke (Culiseta annulata), die auch an den Beinen geringelt ist: Die Ringelmücke trägt keine weiße Zeichnung am oberen Brustteil, sie ist meist größer als die Gelbfiebermücke, nicht schwarz-weiß, sondern eher in Beige- und Grautönen gezeichnet, ihre Flügel haben deutlichere Adern und jeweils drei dunkle Flecken.

 

Aedes aegypti nach Goeldi, 1905

 

Die Gelbfiebermücke Aedes aegypti, illustriert von E.A. Goeldi (1905).

Männchen links, Mitte und rechts das Weibchen.

Back to top Die Polynesische Tigermücke


Aedes polynesiensis (auch bekannt als Polynesische Tigermücke) wurde bisher nur im Südpazifik auf folgenden Inseln gefunden: Austral Islands, Cook Islands, Ellice Islands, Fiji Islands, Hoorn Islands, Marquesas Islands, Pitcairn Island, Samoa Islands, Society Islands, Tokelau Islands, Tuamotu Archipelago (Marks, 1951).

Verhalten
Die Art ist halb domestiziert mit einem einer Vielzahl von möglichen Brutstätten, z.B. Wasserresten in Baumlöcher, Kokusnußschalen, Getreidehülsen, Blattachseln, Krabbenlöchern, Bananenpflanzenstümpfen, Kakaoschoten und Kanus. Die Weibchen stechen am meisten tagsüber am späten Nachmittag und frühen Morgen (Belkin 1962).

Die Polynesische Tigermücke als Krankheitsüberträger
Aedes polynesiensis ist ein bedeutender Vektor der nicht-periodischen W. bancrofti überall dort, wo sie vorkommt (Belkin 1962).

Merkmale der Polynesischen Tigermücke

Die braun gefärbte Polynesische Tigermücke ähnelt der Asiatischen Tigermücke, ist jedoch etwas heller. Auch bei ihr verläuft mittig eine weiße Linie, die sich am oberen Brustteil fortsetzt. Die Beine sind braun-weiß gestreift.

 

Aedes polynesiensis

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